Landesversammlung der Senioren-Union der CSU 8.9.2017 in Nürnberg

SU Landesv.Nbg s

95 Prozent für Thomas Goppel

Die Senioren-Union Bayern hat ihren Landesvorsitzenden Thomas Goppel mit großer Mehrheit im Amt bestätigt. Ministerpräsident Horst Seehofer und Finanzminister Markus Söder lobten die Senioren als entscheidenden Aktivposten der CSU.

Großartiges Ergebnis für den Landesvorsitzenden der Senioren-Union (SEN): Die rund 250 Delegierten der Landesversammlung in der Nürnberger Meistersingerhalle bestätigten ihn mit 94,7 Prozent im Amt. CSU-Parteichef Horst Seehofer, der CSU-Bezirksvorsitzende Markus Söder sowie der Nürnberger Stadtratsfraktionschef Sebastian Brehm lobten die SEN als einen der wichtigsten Pfeiler und Aktivposten der Partei- und Wahlkampfarbeit.

"Wir müssen unsere Lendenwirbel stärken, nicht damit wir in die Knie gehen, sondern damit wir wieder hochkommen."

SEN-Landesvorsitzender Thomas Goppel

Quelle: Bayernkurier Link: https://www.bayernkurier.de/parteileben/28413-95-prozent-fuer-thomas-goppel/ 

Vom KV München-Land Peter Benthues als Kassenprüfer wiedergewählt

 

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Der Kreisverband München-Land war gut vertreten!

WPH

Kerstin Schreyer, MdL

Kerstin Schreyer

Kerstin Schreyer, MdL ist unsere Landtagsabgeordnete für den Stimmkreis München Land Süd. 

Die Diplom-Sozialpädagogin (FH) und systemische Therapeutin (DGSF) wohnt in Unterhaching und hat eine Tochter.

Von 1994 bis 2002 war sie stellvertretende JU-Kreisvorsitzende und von 2004 bis 2010 Kreisvorsitzende der FU. Seit 1996 ist Kerstin Schreyer, MdL, Kreisrätin.

Von 1996 bis 2006 war sie Gemeinderätin in Unterhaching. 

Nachdem sie von 2003 bis 2008 Bezirksrätin war, wurde sie 2008 erstmals als direkt gewählte Abgeordnete in den bayerischen Landtag gewählt und 2013 wiedergewählt. In der Landtagsfraktion war sie von 2013 bis einschließlich Februar 2017 als stellvertretende Fraktionsvorsitzende tätig. Des weiteren leitet Sie gemeinsam mit Gudrun Brendel-Fischer, MdL, die Projektgruppe Ganztagsschule der CSU-Fraktion.

Seit dem 1. März 2017 bekleidet sie das Staatsamt der Integrationsbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung.

(Weitere Informationen: http://integrationsbeauftragte.bayern.de/)

Seit 2011 ist sie Vorsitzende der CSU Familienkommission.

https://www.kerstin-schreyer.de 

„Seniorenpolitische Anliegen im Bayernplan“ in die Website unter „Aktuelles“

Sehr geehrte Leserinnen und Leser unserer Website,

die Senioren-Union der CSU steht zusammen mit der CSU vor entscheidenden Wochen. Am 24. September steht Deutschland vor einer Richtungswahl. CDU und CSU haben sich mit ihrem gemeinsamen Regierungsprogramm inhaltlich positioniert, die CSU diese Positionen mit ihrem Bayernplan noch einmal konkretisiert. In diesem Bayernplan – dem Programm der CSU zur Bundestagswahl – finden sich zahlreiche Positionen wieder, die der Senioren-Union wichtig waren und sind. Im weiteren Text finden Sie die zentralen seniorenpolitischen Anliegen aus dem Bayernplan.

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Feinstaub durch den Diesel? Einfach lächerlich!

SEN Kreisvorstandssitzung München Land

Am 25. Juli tagte der Kreisvorstand der Senioren Union München Land in Taufkirchen

SEN KVS250717 fürs Web

Teilnehmer von l nach r: Heinrich Fischer, Karin Horn-Müller, Ekkehard Wolf, Martina Weber, Irina Ionescu-Cojocaru, Ilse Weiß, Axel Pfeiffer, Werner P. Hohmann, Uli Lardschneider, Hans Werner Politsch, Ladislaus Wolowicz, Prof. Stephan Braun, Gernot Roßmanith, Rolf Zeitler, Helmut Engelmann, Peter Benthues

Zwischenruf!

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Der neue Kreisvorstand

k 21Neuer Kreisvorstand 2017

Die Mitglieder des neuen Kreisvorstands mit dem Ehrenkreisvorsitzenden Hanns Peter Wagner Von links: Dr. Hans W. Politsch, stv. Kreisvorsitzender; Helmut Englmann, Beisitzer; Gernot Roßmanith, Beisitzer; Hanns Peter Wagner; Ilse Weiß, Kreisvorsitzende; Martina Weber, Schriftführerin; Irina Ionescu-Cojocaru, Beisitzerin; Peter Benthues, Schatzmeister; Dr. Axel Pfeiffer, Beisitzer; Ulrich Lardschneider, stv. Vorsitzender.

Nicht auf dem Bild: Werner P. Hohmann und Rolf Zeitler, stv. Vorsitzende; Karin Horn-Müller; Dr. Klaus Thoma und Ekkehard Wolff, Beisitzer.

 

Hanns Peter Wagner neuer Ehrenkreisvorsitzender

k 20 Ilse Weiss H P Wagner

Hanns Peter Wagner gratuliert seiner Nachfolgerin Bezirks- und Kreisrätin Ilse Weiß als Kreisvorsitzende der SEN München-Land

WPH

SENetz Mai 2017

 

 

Sehr geehrter Herr Hohmann! Sehr geehrte Damen und Herren!

die aktuellen Ereignisse rund um unsere SEN-Themen sind einerseits erfreulich, weil die aktuelle Rentenanpassung wie 2016 schon so ausfällt, dass wir im Augenblick darauf verzichten zu können meinen, erneut zu lauthals Widerstand gegen die sichtbare Tendenz anzumelden. Wenn allerdings die Rentenentwicklung wie in den Jahren vor 2016 den Abstand zwischen Arbeitseinkommen und Renten/Pensionen weiter sp reizt, mahnen wir ab sofort ein generationenübergreifend faireres Vorgehen der Gesetzgeber an. Wir denken an die Adenauer-Zusage bei der Einführung der Renten, wonach auch die Ausruhgeneration einen Anspruch auf das immer wieder wachsende BIP-Potential in der aktuellen Lohnentwicklung geltend machen können muss.

Beim Stand der gesellschaftlichen Debatte setzen wir darauf, die Seehofersche Ankündigung, den Rentnerabfall in einem zeitgemäßen Gesellschaftskonzept der kommenden Jahre Zug um Zug abzubauen, auch konkret angepackt zu finden. Zugesagt ist, dass in diesem Sommer (nach einer Vorstandsklausur jetzt am 19./20. Mai) eine CSU-Initiative für eine absehbare Rentengerechtigkeit gestartet wird. Durch unsere Ergoldinger Beschlüsse aus 2014 steht für die guten Absichten eine umsetzungstaugliche Schrittfolge zur Verfügung. Lassen Sie uns die Wochen bis zum Bundestagswahltag im September nutzen, unsere und die anderen Berliner Mandatare an die überfällige Einlösung längst gegebener Versprechen zu erinnern. Vielfältige Begegnungen, die angesagt sind, müssen die Tropfen ersetzen, die den Stein der Blockade höhlen. Weiteres Zuwarten lässt uns nicht ruhig bleiben.

Darauf, in der öffentlichen Diskussion dieser Themen und anderer aktueller SEN-Anliegen (in Gesundheit, Pflege und Wohnanliegen) auf Sie alle rechnen zu können, setzt Ihr

Dr. Thomas Goppel, MdL
SEN-Landesvorsitzender

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Verabschiedung von Hans Peter Wagner als Kreisvorsitzender der SEN

Ehrenkreisvorsitzender der Senioren-Union München Land

Hans Peter Wagner war 8 Jahre lang Kreisvorsitzender der Senioren-Union des Kreisverbandes München-Land. Vor allem aus gesundheitlichen Gründen kandidierte er in der Kreishauptversammlung am 4. Mai 2017 nicht mehr erneut für dieses Amt. Dies wurde von der Kreisversammlung tief bedauert. Aber seine Krankheit, die ihn seine ganze Amtszeit begleitete, fordert ihren Tribut.

In seinem letzten Rechenschaftsbericht meinte Hans Peter Wagner, in den 18 Jahren ihres Bestehens sei die Senioren-Union lange Zeit von der Mutterpartei CSU nicht so angenommen worden, wie es wünschenswert gewesen wäre. In den letzten sechs Jahren habe sich dies indessen geändert. Viele Anträge der Senioren-Union seien vom Parteitag der CSU angenommen worden.

Dem widersprach in dieser Allgemeinheit sein bisheriger Stellvertreter Ulrich Lardschneider in seiner Laudatio. In vielen Ortsverbänden sei die von der Parteisatzung festgelegte Aufgabe der Senioren-Union noch nicht angekommen. Gemäß der Satzung soll die Senioren-Union am politischen Leben mitgestalten, zu allen wichtigen Themen der Zeit Stellung nehmen und die Lebenserfahrung der älteren Generation einbringen. Richtig müsste der Leitspruch der Senioren-Union deshalb heißen: „Erfahrung gestaltet Gegenwart“. Die Älteren seien nicht Objekt der Fürsorge durch die Jüngeren. Die Senioren-Union sei kein Betreuungsverein, ihr Wirken erschöpfe sich nicht in geselligen Zusammenkünften und in Ausflügen nach nah und fern. Ihre Aufgabe sei es nicht, nur Wählerstimmen für die Union einzubringen. Der Anteil der Älteren an der Bevölkerung wachse stetig. Diese gehörten zur Stammwählerschaft der Union. Zutreffend sei aber, dass Hans Peter Wagner zu den Persönlichkeiten gehöre, die auf Kreis- und vor allem auf Landesebene sich für die Senioren-Union Gehör verschafft habe. Er habe in seiner eigenen Person bewiesen, dass die Senioren-Union durchaus in der Lage ist, Einfluss auf die Politik zu nehmen. In besonderem Maße habe er dies im Arbeitskreis Rente der Senioren-Union auf Landesebene zusammen mit Rudi Kraus gezeigt. Das Rentenpapier der Senioren-Union habe große Resonanz gefunden.. Dabei habe ihm seine vergangene berufliche Tätigkeit geholfen, ein Gewinn für die SEN. Ob sich die Gedanken zur gesetzlichen Rente aber durchsetzen werden, sei noch offen. Leider habe der politische Gegner den von ihr mitverursachten Abbau der gesetzlichen Rente zum primären Wahlkampfthema erhoben, während die Union die Totgeburt „Riesterrente“ immer noch hochhalte. Seine engagierten Artikel im Internetauftritt des Kreisverbandes seien viel gelesen

Seine Wahl zum Kreisvorsitzenden in Pullach im Jahr 2009 war eine turbulente Wahl. In der Rückschau war sie eine gute Wahl. Die politische Arbeit in der Senioren-Union ist mehr oder weniger zum Lebensinhalt geworden. Er wird auch in Zukunft von ihr nicht lassen können. Dies würde seiner kämpferischen Natur widersprechen. Schon in den 70-iger Jahren war H.P.W. in der JU in München stark involviert. 1999 gründete er zusammen mit dem Ehrenkreisvorsitzenden Otto Glaser den Kreisverband der SEN in München-Land. Von 2005 bis 2009 war er vor seiner Wahl zum Vorsitzenden Stellvertreter und zeitweise ab 2007 stellvertretender Bezirksvorsitzender von Oberbayern. Neben der Arbeit im Landesvorstand und im Arbeitskreis Rente ist er Mitglied in der Antragskommission.

H.P.W. gehört dem vierten bayrischen Stamm an, der seine Heimat in Nordböhmen verloren hat. Er hat aber dazu Wurzeln im Weinviertel in Niederösterreich und damit eine Begeisterung für einen guten Tropfen. Deshalb übergab ihm der Laudator eine Kiste Wein, in der auch ein guter „Veltliner“ nicht fehlen durfte, als Dankeschön des Kreisverbands; und als Vielbelesenem tiefschürfender Literatur ein entsprechendes Buch. Und was macht ein politisch aktiver Mensch ohne seine Frau im Hintergrund? Den großen Dank für deren stille Mitarbeit erhielt Frau Wagner einen großen Strauß Blumen. Mit einer Urkunde dankte ihm der Landesvorsitzende der CSU für die getane Arbeit.

Durch Akklamation bestimmte die Kreisversammlung H.P. Wagner zum Ehrenvorsitzenden. Die entsprechende Urkunde wird ihm noch überreicht werden.

U.L. / WPH

 

Senioren-Union der CSU München-Land unter neuer Führung

Anlässlich der turnusmäßigen Hauptversammlung des Kreisverbandes München-Land am

4 Mai 2017 wurde der Kreisvorstand neu gewählt. Nachfolgerin von Hanns Peter Wagner an der Spitze, der sich nicht mehr um das Amt des Kreisvorsitzenden bewarb, wurde Neurieds Altbürgermeisterin Ilse Weiss, Bezirks- und Kreisrätin.

Als stellvertretende Kreisvorsitzende wurden wiedergewählt Werner Hohmann (Neuried), Ulrich Lardschneider (Neuried) und Dipl.-Ing. Dr. Hans Werner Politsch (Pullach). Neu gewählt wurde Unterschleißheims Altbürgermeister Rolf Zeitler.

Wiedergewählt wurde als Schriftführerin Martina Weber (Pullach) und als Schatzmeister Peter Benthues (Oberschleißheim). Beide werden, wenn alles gut geht, zum Zeitpunkt der Kreishauptversammlung 2019 ihr zwanzigjähriges Dienstjubiläum in ihren Funktionen feiern können.

Als Beisitzer im Kreisvorstand wurden wiedergewählt Karin Horn-Müller (Neuried), Dr. Axel Pfeiffer (Pullach), Dr. Klaus Thoma (Hohenschäftlarn) und Ekkehard Wolff (Taufkirchen). Neu gewählt wurden Aschheims Altbürgermeister Helmut Englmann, Irina Ionescu-Cojocaru (Garching) und Gernot Rossmanith (Putzbrunn).

 

Als Kassenprüfer wurde wieder gewählt Edgar Mühl (Ismaning); neu gewählt wurde Heinrich Fischer (Pullach)

Die personelle Zusammensetzung des neuen Kreisvorstands lässt die Annahme zu, dass ein Schwerpunkt seiner Arbeit die Kommunalpolitik des Landkreises sein wird. In ihrer Ansprache sagte Ilse Weiss, sie wolle Bewährtes fortführen und die Anliegen der Seniorinnen und Senioren im Landkreis kraftvoll vertreten. Ein langfristiges Ziel sei es, neue Ortsverbände zu gründen.

In seinem Bericht führte der scheidende Kreisvorsitzende aus, dass es für seinen Amtsverzicht zwei Gründe gibt. Der eine Grund sei seine gesundheitliche Verfassung, die immer weniger Raum für seine ehrenamtliche Tätigkeit lässt. Er will, das ist der weitere Grund, dass die Arbeit des Kreisvorstands unter neuer Führung neue Impulse und neuen Schwung bekommt. Verwirklicht sieht Hanns Peter Wagner das in Ilse Weiss, seiner Wunschkandidatin.

Dem Anlass angemessen war der Bericht des Kreisvorsitzenden ein längerer Rückblick auf die Entwicklung und die Arbeit der Senioren-Union allgemein und des Kreisverbandes im Besonderen. In den 18 Jahren ihres Bestehens war die Senioren-Union lange Zeit zwar respektiert, doch nicht so akzeptiert, wie es wünschenswert gewesen wäre. Somit fanden die politischen Anliegen der Senioren-Union kaum Gehör. Das änderte sich in den letzten circa sechs Jahren wesentlich. Als Beispiel führte Hanns Peter Wagner die vielen Anträge der Senioren-Union an, denen die CSU-Parteitage zugestimmt hatten.

Ein Gebiet nannte Hanns Peter Wagner, auf dem die Senioren-Union nicht vorangekommen ist. Es ist die Energiewende, hier in Sonderheit das Erneuerbare Energiengesetz. Hier beißt die Senioren-Union auf Granit. Unser Energie-Experte Dr. Hans Werner Politsch hat in seinen Vorträgen und Denkschriften mehrfach auf den Skandal hingewiesen, dass immer mehr Haushalte in der unteren Einkommensklasse ihre Stromrechnungen nicht mehr bezahlen können. Davon betroffen sind in großer Zahl auch Rentnerinnen und Rentner.

Weil die Bundestagswahl bevorsteht, ging Hanns Peter Wagner auf die aktuelle Politik ein, eigentlich allein auf die Krise der Europäischen Union. Die EU steht auf einem schicksalhaften Scheideweg, je nachdem, wer der beiden verbliebenen Kandidaten der neue Präsident Frankreichs wird.

Mit einem persönlichen Dank an die Mitglieder des scheidenden Kreisvorstands und an den CSU-Kreisvorsitzenden Florian Hahn und an seinen Vorgänger Ernst Weidenbusch und mit einem Appell an die Mitglieder, den Kreisverband nicht nur zusammenzuhalten, sondern zu vergrößern, verabschiedete sich Hanns Peter Wagner. Die Hauptversammlung ernannte Hanns Peter Wagner zum Ehrenvorsitzendem.

HPW / 06.05.2017

Zahlen belegen eindeutig: Wirtschaftswachstum und Alterung - das geht problemlos

Von Prof. Dr. Gerd Bosbach und Jens Jürgen Korff M. A.

Köln/Herford, 4. Mai 2017

Die Deutsche Bundesbank warnt wegen des demographischen Wandels vor einer deutlichen Abschwächung des Wirtschaftswachstums auf mittlere Sicht. In den Jahren 2021 bis 2025 werde das trendmäßige Wachstum voraussichtlich auf 0,75 Prozent zurückgehen (zum Vergleich: 1,25 Prozent in den Jahren 2011 bis 2016), teilte die Bundesbank in ihrem Monatsbericht April 2017 mit. Die Meldung reiht sich ein in viele Prognosen, nach denen die Alterung der Gesellschaft aufs Wirtschaftswachstum schlagen werde. Doch ist das überhaupt plausibel? Wir schauen uns das mal näher an!

Schon der flüchtige Blick auf die jährlichen Wachstumsraten des Bruttoinlandsproduktes (BIP) lässt Zweifel aufkommen – denn wir sehen dort: Das BIP wächst im Schnitt stärker, obwohl die Gesellschaft altert, also der Anteil der Älteren an der Gesamtbevölkerung zunimmt. Wenn wir uns die Entwicklung von 1991 bis 2015 genauer anschauen, finden wir keinerlei Beleg für die These, dass Alterung schädlich fürs Wirtschaftswachstum sei: So ist der Anteil der 65-Jährigen und Älteren von 15 auf 21,1 % gestiegen. Gleichzeitig ist das BIP um 36,9 % gestiegen.

  1. Die angeblich dramatische Alterung in Zahlen

(eine übersichtliche Tabelle finden Sie im Anhang, die Entwicklung seit 2000 weiter unten im Text)

Die durchschnittliche Lebenserwartung der Männer ist seit 1991 um 6,0 Jahre, die der Frauen um 4,3 Jahre gestiegen.

Der Anteil von 65+ (65 und älter) stieg von 15,0 auf 21,1 Prozent. Das ist ein satter Anstieg um über 40 Prozent.

Der Anteil der unter 20-Jährigen sank von 21,5 auf 18,3 Prozent. Das ist ein Rückgang um fast 15 Prozent.

Aus solchen Veränderungsraten wurden und werden Angstszenarien aufgebaut. Allerdings nur für die Zukunft. Wenn sie in der bereits bewältigten Vergangenheit liegen, werden sie oft ignoriert.

  1. Die parallele wirtschaftliche Entwicklung

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg preisbereinigt um 36,9 % (Kettenindex des Statistischen Bundesamtes, s. Anhang).

Da parallel die Bevölkerung um knapp eine Million Köpfe gewachsen ist, geben wir statistisch sauberer das BIP pro Kopf an. Dieses ist um 33,8 % gestiegen.

  1. Quintessenz

Die deutliche Alterung seit der Wiedervereinigung war mit einer Wirtschaftsleistung verbunden, die real deutlich gewachsen ist. Der Abbau von Sozialleistungen in dieser Zeit lag also nicht an der demografischen Alterung. Das Kaninchen kann den Blick getrost einmal von der Schlange Demografie abwenden und eine andere Schlange ins Visier nehmen: nämlich die Frage, wie das wachsende erwirtschaftete Produkt verteilt wurde und wird.

  1. Die unvermeidlichen Feinheiten des Statistikers und die aktuellere Entwicklung seit dem Jahr 2000

a) Der Betrachtungszeitraum wurde mit 2015 begrenzt, da noch nicht alle Daten für 2016 vorliegen.

b) Der Zeitraum umfasst mit 24 Jahren deutlich weniger als die oft benutzten 50-Jahres-Prognosen. Die oben angegeben Entwicklung des BIP pro Kopf ergäbe hochgerechnet auf 50 Jahre ein Wachstum von mehr als 80 Prozent (wegen des Zinseszinseffektes). Das bedeutet: Auch eine deutliche Alterung ist finanzierbar.

c) Der Betrachtungszeitraum war keine Boomzeit, sondern von größeren wirtschaftlichen Problemen begleitet: Schwierigkeiten beim Aufbau Ost, Depression 2000 bis 2005, Finanzkrise mit einem Minus von 5,6% beim BIP im Jahr 2009. Wir haben also nicht besonders gute Jahre ausgesucht, um unsere These zu belegen, dass Wirtschaftswachstum und Alterung problemlos zusammengehen.

d) Bei den Bevölkerungszahlen haben wir die offiziellen Daten des Statistischen Bundesamtes genutzt, auch wenn dort die beim Zensus 2011 ermittelte Überschätzung von 1,4 Millionen Menschen nicht für die Vorjahre bereinigt wurden (s. Tabelle im Anhang). Für den Vergleich 2015 mit 1991 ist das völlig unproblematisch, der nachfolgende Vergleich zu 2000 spiegelt aus diesem Grund die Wirklichkeit nicht ganz genau wider.

e) Die Entwicklung von 2000 bis 2015: Die durchschnittliche Lebenserwartung der Männer ist seit 2000 um 3,1 Jahre, die der Frauen um 1,9 Jahre gestiegen. Der Anteil von 65+ (65 und älter) stieg von 16,7 auf 21,1 Prozent. Das ist ein satter Anstieg um über 26 Prozent. Der Anteil der unter 20-Jährigen sank von 21,1 auf 18,3 Prozent. Das ist ein Rückgang um gut 13 Prozent. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im gleichen Zeitraum preisbereinigt  um 18,3 Prozent. Das BIP pro Kopf stieg wegen der leicht gesunkener Bevölkerungszahl sogar um + 18,5 Prozent

f) Details zum von der Deutschen Bank befürchteten Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials und zur Frage, ob 0,75% durchschnittliches Wachstum bei zurückgehender Bevölkerungszahl überhaupt ein Problem sind, finden Sie in unserem am 22. Mai erscheinenden Buch "Die Zahlentrickser", Kap. 6 Schrumpfen, Pflegen und Vergreisen: Vier Einwände gegen das demografische Gruselkabinett.

 

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