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Verabschiedung von Hans Peter Wagner als Kreisvorsitzender der SEN

Ehrenkreisvorsitzender der Senioren-Union München Land

Hans Peter Wagner war 8 Jahre lang Kreisvorsitzender der Senioren-Union des Kreisverbandes München-Land. Vor allem aus gesundheitlichen Gründen kandidierte er in der Kreishauptversammlung am 4. Mai 2017 nicht mehr erneut für dieses Amt. Dies wurde von der Kreisversammlung tief bedauert. Aber seine Krankheit, die ihn seine ganze Amtszeit begleitete, fordert ihren Tribut.

In seinem letzten Rechenschaftsbericht meinte Hans Peter Wagner, in den 18 Jahren ihres Bestehens sei die Senioren-Union lange Zeit von der Mutterpartei CSU nicht so angenommen worden, wie es wünschenswert gewesen wäre. In den letzten sechs Jahren habe sich dies indessen geändert. Viele Anträge der Senioren-Union seien vom Parteitag der CSU angenommen worden.

Dem widersprach in dieser Allgemeinheit sein bisheriger Stellvertreter Ulrich Lardschneider in seiner Laudatio. In vielen Ortsverbänden sei die von der Parteisatzung festgelegte Aufgabe der Senioren-Union noch nicht angekommen. Gemäß der Satzung soll die Senioren-Union am politischen Leben mitgestalten, zu allen wichtigen Themen der Zeit Stellung nehmen und die Lebenserfahrung der älteren Generation einbringen. Richtig müsste der Leitspruch der Senioren-Union deshalb heißen: „Erfahrung gestaltet Gegenwart“. Die Älteren seien nicht Objekt der Fürsorge durch die Jüngeren. Die Senioren-Union sei kein Betreuungsverein, ihr Wirken erschöpfe sich nicht in geselligen Zusammenkünften und in Ausflügen nach nah und fern. Ihre Aufgabe sei es nicht, nur Wählerstimmen für die Union einzubringen. Der Anteil der Älteren an der Bevölkerung wachse stetig. Diese gehörten zur Stammwählerschaft der Union. Zutreffend sei aber, dass Hans Peter Wagner zu den Persönlichkeiten gehöre, die auf Kreis- und vor allem auf Landesebene sich für die Senioren-Union Gehör verschafft habe. Er habe in seiner eigenen Person bewiesen, dass die Senioren-Union durchaus in der Lage ist, Einfluss auf die Politik zu nehmen. In besonderem Maße habe er dies im Arbeitskreis Rente der Senioren-Union auf Landesebene zusammen mit Rudi Kraus gezeigt. Das Rentenpapier der Senioren-Union habe große Resonanz gefunden.. Dabei habe ihm seine vergangene berufliche Tätigkeit geholfen, ein Gewinn für die SEN. Ob sich die Gedanken zur gesetzlichen Rente aber durchsetzen werden, sei noch offen. Leider habe der politische Gegner den von ihr mitverursachten Abbau der gesetzlichen Rente zum primären Wahlkampfthema erhoben, während die Union die Totgeburt „Riesterrente“ immer noch hochhalte. Seine engagierten Artikel im Internetauftritt des Kreisverbandes seien viel gelesen

Seine Wahl zum Kreisvorsitzenden in Pullach im Jahr 2009 war eine turbulente Wahl. In der Rückschau war sie eine gute Wahl. Die politische Arbeit in der Senioren-Union ist mehr oder weniger zum Lebensinhalt geworden. Er wird auch in Zukunft von ihr nicht lassen können. Dies würde seiner kämpferischen Natur widersprechen. Schon in den 70-iger Jahren war H.P.W. in der JU in München stark involviert. 1999 gründete er zusammen mit dem Ehrenkreisvorsitzenden Otto Glaser den Kreisverband der SEN in München-Land. Von 2005 bis 2009 war er vor seiner Wahl zum Vorsitzenden Stellvertreter und zeitweise ab 2007 stellvertretender Bezirksvorsitzender von Oberbayern. Neben der Arbeit im Landesvorstand und im Arbeitskreis Rente ist er Mitglied in der Antragskommission.

H.P.W. gehört dem vierten bayrischen Stamm an, der seine Heimat in Nordböhmen verloren hat. Er hat aber dazu Wurzeln im Weinviertel in Niederösterreich und damit eine Begeisterung für einen guten Tropfen. Deshalb übergab ihm der Laudator eine Kiste Wein, in der auch ein guter „Veltliner“ nicht fehlen durfte, als Dankeschön des Kreisverbands; und als Vielbelesenem tiefschürfender Literatur ein entsprechendes Buch. Und was macht ein politisch aktiver Mensch ohne seine Frau im Hintergrund? Den großen Dank für deren stille Mitarbeit erhielt Frau Wagner einen großen Strauß Blumen. Mit einer Urkunde dankte ihm der Landesvorsitzende der CSU für die getane Arbeit.

Durch Akklamation bestimmte die Kreisversammlung H.P. Wagner zum Ehrenvorsitzenden. Die entsprechende Urkunde wird ihm noch überreicht werden.

U.L. / WPH

 

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